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Der Milford Track – Wandern in Neuseelands grünem Paradies

Es gibt viele schöne Wanderwege auf dem Planet Erde, und vor allem ein Land wie Neuseeland kann gleich mit mehreren wunderschönen Trails aufwarten. Neuseeland ist schon seit langer Zeit ein wahres El Dorado für Wanderer, denn die wunderschöne grüne Insel lockt mit einer einzigartigen Natur und viel Ruhe.

Neuseeland ist sehr dünn besiedelt und abseits der Großstädte Auckland, Wellington und Christchurch kann man meilenweit wandern, ohne auch nur einem einzigen Mensch oder einer Siedlung zu begegnen. Der Milford Track ist einer der schönsten Wanderwege in Neuseeland, manche sagen gar, einer der schönsten der Welt.

Der Milford Track beginnt am „Lake Te Anau“

Teilstück des Milford Track Wanderweges

Teilstück des Milford Track Wanderweges

Der Milford Track ist ohne Zweifel der berühmteste und bekannteste Wanderweg in Neuseeland. Die 53 Kilometer lange Wanderstrecke beginnt am See namens „Lake Te Anau“ und erstreckt sich über lange Hängebrücken, Holzstege und einen steilen Bergpass.

Der Milford Track – das sind Seen mit kristallklarem Wasser, schneebedeckte Berggipfel, Grüne saftige Täler und die Sutherland Falls, der höchste Wasserfall Neuseelands. Das Wetter kreiert hier ganz zauberhafte Phänomene am Himmel. Wenn nach einem starken Schauer wieder sie Sonne aus den weißen Wolken hervorbricht, gibt es oft zahlreiche Regenbögen bis zum Horizont. Die Sonne scheint nicht selten, doch auch im Regen kann man hier mit wetterfester Kleidung wandern. Von erfahrenen und ortskundigen Führern betreute Wanderungen dauern fünf Tage und vier Nächte.

Allein laufende Wanderer sind oft schon einen Tag früher am Ziel. Der Milford Wanderweg wird immer von Süden nach Norden gewandert, um negative Auswirkungen auf die Umwelt zu verhindern. Camping ist auf dem Milford Track nicht erlaubt, doch entlang der Strecke gibt es öffentliche Hütten und private Lodges.


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Vom MacKinnon Pass zum Clinton River

Der Mackinnon Pass im Nebel

Der Mackinnon Pass im Nebel


An den ersten beiden Wandertagen geht es immer steil bergauf. Der Startpunkt liegt bei nur 200 Metern über dem Meeresspiegel, doch dann steigt die Strecke auf 1069 Meter an, bis hinauf zum MacKinnon Pass. Auf dem Weg zum Pass hat man es mit einem regelrechten Zickzackkurs zu zu, der sehr anstrengend sein kann. Eine gewisse körperliche Fitness sollte also mitgebracht werden.

Hat man die Mühen überstanden, wird man mit einem sagenhaften Blick auf das malerische Clinton Valley belohnt. Die Landschaft wird immer grüner und es kommt echtes Urwald-Feeling auf. Das Filme wie „Herr der Ringe“ in dieser sagenhaften Landschaft gedreht wurden, verwundert angesichts der einzigartigen Natur kaum. Die Luft ist extrem feucht und dichter Nebel hüllt die Natur in einen regelrechten Schleier. Man erreicht den Clinton River, einen imposanten Fluss, den man nur über eine Hängebrücke überqueren kann.


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Die Sutherland Falls zählen zu den schönsten Wasserfällen der Welt

Der Milford Sound Fjord

Der Milford Sound Fjord

Im Norden liegen Arthur Valley und Milford Sound, die man bei klarem Himmel sehr gut sehen kann. Auf der nächsten Etappe gelangt man zu den Sutherland Falls. Dieser 580 Meter hohe Wasserfall speist sich aus kristallklarem Gletscherwasser und stürzt sich in drei Schritten in die Tiefe.

Die Sutherland Falls sind nicht nur der höchste Wasserfall des Landes, sondern wurde jüngst von einer Expertengruppe zum „schönsten Wasserfall der Welt“ gekürt. Die Niagara-Fälle mögen die bekanntesten Wasserfälle der Erde sein, doch die Schönheit der Sutherland Falls wird vielleicht nur noch von Wasserfällen in Mittel- und Südamerika erreicht. Weitere tolle Wasserfälle auf der Strecke des Milford Tracks sind die Hirere Falls und die Dudleigh Falls.


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Der Fiordland National Park ist eine grüne Augenweide

Blick auf die Hauptstraße von Te Anau, Neuseeland

Blick auf die Hauptstraße von Te Anau, Neuseeland

Die Seestadt Te Anau ist das Einfallstor zum Fiordland National Park und dem Milford Track. Mit seinen modernen Restaurants und Unterkünften inmitten einer einzigartigen Berglandschaft ist Te Anau der richtige Ort, um sich auf den Milford Track vorzubereiten oder sich anschließend vom Track zu erholen.

In der Region kann man auch reiten, Höhlen besuchen, Nacht-Safaris in Angriff nehmen, Fjord-Kreuzfahrten und Kajaktouren unternehmen. Die ursprünglichen Täler der Region werden durch den MacKinnon Pass getrennt. Sie wurden während der letzten Eiszeit durch Gletscher gebildet.

Die Route des Milford Tracks wurde im Jahr 1888 entworfen und war schon 1890 fertig gestellt. Zu Beginn, rund um die Jahrhundertwende, wurden Besucher per Segelbooten zur Spitze des Lake Te Anau gebracht, von wo aus sie die Wanderung in Angriff nahmen. Der MacKinnon-Pass war damals sehr bekannt für seine leckeren Pfannkuchen, aber auch für Papageien- und Tauben-Eintopf, was nicht wenigen Europäern den Appetit oder den Magen verdarb.


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Beste Reisezeit für eine Wandertour auf dem Milford Track

Die beste Reisezeit für den Milford Wanderpfad ist von November bis Ende April. Hier regnet es nicht so häufig und die Temperaturen sind zwar nicht sehr hoch, aber mit der richtigen Kleidung ist das kein Problem. Von Mai bis Oktober ist die Route wegen starker Niederschläge und Schneefall eher nicht zu empfehlen. Nur Hartgesottene sollten den Wanderweg dann in Angriff nehmen.


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