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Sehr schönes Hotel - Strand ein wenig zu klein
Wir sind von Emden bis Hannover mit dem PKW gefahren. Im Airpark wieder völlig problemlos geparkt, halbe Kosten gegenüber Flughafenparkhaus! Und von Hannover sind wir über Paris nach Santo Domingo mit der Air France geflogen. Gegen vor 23.30 Uhr (MEZ) dort gelandet. Dann mussten wir erst einmal 10 US-Dollar Einwanderungsgebühr zahlen und ein Formular musste ausgefüllt werden. Es dauerte alles sehr lange.
Als wir gegen 0.30 Uhr (MEZ) vor dem Flughafenausgang waren, wurden wir von einem Herrn, der für mehrere Reisegesellschaften zuständig war (wir hatten bei FTI gebucht) empfangen. Er schickte uns mit einem Boy, der das privat machte und wohl ein paar Dollar verdienen wollte, zu einem alten, kleinen Bus. Hinter dem Bus hing ein Gepäckwagen. Wir haben dort fast eine 1 Stunde gewartet, obwohl der Bus schon fast voll besetzt war. Später erfuhren wir von Mitreisenden, dass der Busfahrer pro Person 10 Dollar haben wollte. Von uns hat er dies nicht verlangt, hätten wir auch nicht gezahlt. Diese Organisation war sehr mangelhaft.
Die Fahrt zum Hotel auf der Halbinsel Samana dauerte bei Dunkelheit und Regen fast 3 ½ Stunden.
Im Hotel Gran Bahia Principe Cayacoa um 4.30 Uhr (MEZ) bzw. 0.30 Uhr dominikanische Zeit angekommen, bekamen wir als All-Inclusive-Bucher zunächst ein grünes Band um das Handgelenk. Danach bekamen wir die Zimmerschlüssel (Computerkarte) für das Zimmer 421.
Wir hatten mit Meerblick gebucht. Von diesem Zimmer aus konnten wir aber nur ein ganz kleines Teil der Bucht sehen. Also sofort reklamiert. Leider kein Zimmer mehr frei, so die Auskunft. Am nächsten Tag könnten wir wechseln, wurde uns gesagt. Und so kam es auch. Wir bekamen das schöne, große Zimmer 308 mit Balkon und direktem Blick auf das Meer. Wunderbar!
Insgesamt 4 x konnten wir mit der Computerkarte die Zimmertür nicht öffnen. Jedes Mal musste ein Techniker kommen. War wirklich ärgerlich. Mehrfach lief Wasser vom oberen Stockwerk, wenn die dort wohl duschten, in unsere Badewanne. Nach Reklamation abgestellt, aber am letzten Tag kam wieder Wasser. Hat uns aber nicht gestört. Das Badezimmer war sehr groß, schön und immer pikobello sauber.
Im Fernsehen kann man als deutschen Sender nur die „Deutsche Welle“ empfangen. Das ist in Ordnung. Die Minibar wird jeden Tag wieder aufgefüllt.
Pro Tag soll man für das Safe 4 US-Dollar bezahlen. Mit etwas Geschick kann man den Safe aber auch kostenlos nutzen. Man muss nur öfters probieren. Dann klappt es irgendwann.
Internet am PC kann man als normaler Gast (grünes Band) nicht nutzen. Dazu benötigt man ein goldenes Band. Wenn man aber mit dem Chef an der Rezeption verhandelt, dass man seine Mails unbedingt lesen muss, dann macht er schon mal eine Ausnahmen. Aber es kostet einigen Einsatz.
Telefonieren vom Zimmer aus ist nicht teuer. Auf jeden Fall bedeutend günstiger als mit dem Handy nach Deutschland zu telefonieren.
Die meisten Leute an der Rezeption sprechen kein deutsch. Mit englisch kommt man zurecht. Fast 80 bis 90 Prozent der Gäste kommen nach unserem Gefühl aus Kanada.
Zum Strand kommt man mit einem Aufzug. Fahrzeit 30 Sekunden. Leider ist der Strand, liegt in einer Bucht, nicht sehr groß (200 m Länge?). Das hatten wir uns anders vorgestellt. Eine Bar ist dort vorhanden, ebenso Toiletten, die aber immer stinken.
Wenn man schöne Liegen unter einem Palmendach direkt am Wasser haben möchte, dann sollte man frühzeitig (gegen 7.30 Uhr) die Liegen mit Handtüchern, gibt es kostenlos, belegen. Machen fast alle. Am großen Pool geht es ebenso zu.
Das Hauptrestaurant ist sehr schön. Es kann schon einmal vorkommen, dass mittags das Restaurant wegen Überfüllung kurzfristig geschlossen wird und erst wieder geöffnet wird, wenn wieder Plätze frei sind.
Das Essensangebot ist wirklich reichhaltig, da gibt es nichts zu meckern. Die Bediensteten, davon gibt es sehr, sehr viele, sind alle sehr nett.
Das Show-Programm ab 22.00 Uhr ist abwechslungsreich. Vielfach von Profis gestaltet, aber an einigen Tagen auch die üblichen Spielchen der Gäste. Ab 20.30 Uhr wird auf der großen Terrasse, mit herrlichem Blick auf die Stadt Samana zum Tanz gespielt. Musik manchmal mit einer Kapelle, ansonsten von der Musikbox. Getanzt werden kann auch. Tanzanimateure (junge, schlanke Frauen und auch Männer) fordern zum Tanz auf.
Während der 14 Tage Ende Januar 2012 hat es auch ab und zu geregnet. Das hatten wir nicht erwartet. Aber es war nicht kalt dabei. Einmal nachts gegen 2.30 Uhr sind wir aufgewacht, weil unser Bett hin und her schaukelte und die Schranktüren klapperten. Es war, wie sich am nächsten Tag herausstellte, ein Erdbeben. Der Schreck saß uns in den Gliedern. An Schlaf war nicht mehr zu denken. Risse im Gebäude haben wir nicht festgestellt. Das Gebäude ist ja auch nicht sehr alt und sicherlich erdbebenfest gebaut.
In die Stadt Samana kann man stündlich (jede volle Stunde) mit dem Shuttelbus kostenlos vom Hotel aus fahren. Das touristische Herz von Samana (40.000 Einwohner) schlägt am Malecon, der großzügig angelegten Uferpromenade. Dort gibt es viele Händler die ihre Stände aufgebaut haben. Kinder wollen einem ständig die Sandalen putzen. Sie verkaufen auch schöne, große Muscheln, ganz billig. Wir haben auch 3 für 1 US-Dollar gekauft. Warum die Kinder nicht in die Schule gehen, ist uns nicht klar geworden.
Von den Reiseveranstaltern werden im Hotel Ausflüge angeboten. Wir haben bei unserem Reiseleiter Siggi gebucht. Ein wirklich netter und zuverlässiger Mann. Wir hatten einen Ausflug Samana-Higligths gebucht. Leider waren wir einen Tag zu spät an der Abfahrtstelle beim Hotel. Hatten uns mit dem Tag versehen. Er hat sofort kostenlos umgebucht. Dafür haben wir haben dann den Ausflug „Walbeobachtung“ mitgemacht. Auch pro Person 90 US-Dollar. An Bord bekamen wir alle Schwimmwesten angelegt. Über 5 Stunden waren wir mit 40 Leuten in einem Doppelrumpfboot auf See. Es schaukelte ab und zu gewaltig. Vorher hatte unser Reiseleiter Thomas Tabletten gegen Seekrankheit ausgegeben. Die meisten haben eine Tablette genommen. Ich nicht, habe es darauf ankommen lassen, meine Frau wohl. Mir ist nichts übergekommen. Andere sind aber seekrank geworden.
Nach rund 4 Stunden haben wir tatsächlich 2 Wale gesehen, mehr nicht. War wohl noch zu früh in der Jahreszeit. Die meisten Buckelwale, 2000 – 3000,, die hier gebären oder balzen, sollen im Februar – März kommen. Es war aber schon ein Erlebnis, Wale in freier Natur zu sehen.
Nach der Walbeobachtung waren wir noch auf der wunderschönen Barcadi-Insel (Cayo Levantado, so heißt die Insel eigentlich richtig). Die Insel wird sogenannt, weil angeblich hier der Barcadi-Werbespot gedreht worden ist. Mehrmals in der Woche ankern hier die großen Kreuzfahrtschiffe (u. a. konnten wir AIDA-Schiffe von unserem Strand aus beobachten) an. Die Gäste können dann entweder auf die Insel gehen oder nach Samana. Wenn ein Kreuzfahrtschiff vor der Insel ankert, sollte man nicht in die Stadt oder auf die Insel fahren. Alles völlig überlaufen!
Vor der Hotel-Bucht, liegt, wie gesagt, die Insel Cayo Levantado (Bacardi-Insel) und in unmittelbarer Nähe eine besondere Brücke (Bridge to Nowhere – Puente Escondido. Diese Brücke, die Trujillo über drei Inselchen bauen ließ und die bei einem Restaurant enden sollte, wurde jedoch nie gebaut. Vorsicht ist auf den Inselchen geboten, da die steilen Treppen keine Geländer haben. Wir wurden bei der Begehung von Regen überrascht. Unterstellen war nicht möglich. Die Benutzung nur auf eigene Gefahr. Ein Schild weist darauf hin.
Die Rückreise vom Hotel am frühen Nachmittag mit einem sehr schönen, klimatisierten Bus nach Santo Domingo war schön und dauerte auch nur 2 Stunden. Nach dem Einchecken muss man auf jeden Fall eine Zollerklärung abgeben. Sollte man schon im Hotel ausfüllen. Die Reiseleiter haben Blankozettel.
Leider sind wir eine Stunde später abgeflogen, als vorgesehen. Die Arbeiter bekamen einen Container nicht ins Flugzeug. Wir sind über Nacht geflogen und konnten so etwas schlafen. Auf dem Flughafen in Paris war es gar nicht so einfach, das Gate für den Rückflug nach Hannover zu finden. Erst mit einer Bahn, dann sehr weite Strecken zu Fuß durch verschiedene Halle und dann mit einem Bus zu unserem Terminal und zum Gate.
Insgesamt hat uns die zweite Reise in die Dominikanische Republik und in diesem Hotel sehr gut gefallen!
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