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Führung und Organisation lassen zu wünschen übrig!
Vieles wurde bereits von Gästen, die ebenfalls im Februar 2010 das Life Ayurveda besucht/gebucht haben, in den letzten Einträgen beschrieben. Im Wesentlichen teile ich deren Beschreibungen/Beanstandungen bezüglich diverser Punkte wie Sauberkeit und Zustand von Einrichtungsgegenständen, Gartenliegen usw. weshalb ich darauf nicht explizit eingehen möchte.
Was mich persönlich etwas geärgert hat ist der Punkt, dass auf verschiedenen Webseiten Dinge beschrieben, resp. angeboten werden, die zum aktuellen Zeitpunkt schlichtwegs nicht oder kaum der Realität entsprechen, für mich aber u.a. mitentscheidend vor der Buchung waren:
- Meditation: Fand in 2 Wochen nur 1 Mal vor Ort statt. In der zweiten Woche hiess es, man könne mit dem Tuktuk zu einem naheliegenden Tempel fahren und dort teilnehmen
- Yoga: Fand innerhalb der 2-wöchigen Anwesenheit auch nur 1 mal pro Woche statt, wohlweislich ohne jedoch die anwesenden Gäste rechtzeitig zu orientieren: ob, wann und wo.
- Kochkurs (theoretisch und praktisch): An einem Abend zeigte mal ein Koch während nicht mal 30 Minuten die Zubereitung einer kleinen Mahlzeit, während ein paar interessierte Damen im Halbkreis im Foyer um ihn herum standen. Das als Kochkurs zu bezeichnen, dürfte wohl etwas arg hoch gegriffen sein.
- Ebenso hoch gegriffen die anzutreffende Bezeichnung über die "besten Aerzte Indiens" oder "Schweizer Führung". Beides ist kaum zutreffend.
- Getränke: Es gibt wie angeboten permanent 1 Tee (Koriander/Ingwer) und Wasser. Auf Rückfragen hin, konnte auch Kaffee erhalten werden. Die in tropischen Regionen oft in mehr oder weniger grossem Umfang anzutreffenden Fruchtsäfte fehlen gänzlich (doch dafür konnte ich das Management beim Trinken, der von den Gästen eigentlich herbeigesehnten Fruchtsäfte beobachten)
- Essen: Das Essen besteht im Wesentlichen immer aus verschiedenen Gemüsen, zweierlei Reis (ab und zu auch Teigwaren) und einem Fischgericht. Eigentlich denke ich, der Koch macht sein Möglichstes und im Grossen und Ganzen würde ich doch sagen, in den zwei Wochen gut gegessen zu haben. Einzigst bei den zum Dessert gereichten Früchten schleicht sich spätestens nach dem zweiten Tag Langeweile ein, handelt es sich doch stets und ausnahmslos um: Bananen, Papaya, Wassernelone und eher gelegentlich mal um ein Stück Mango. Hier scheint vom Management tüchtig gespart zu werden...
- Zum Strand noch eine kleine Anmerkung: Ich habe viele Strände in Europa, Afrika und Asien gesehen und würde den Strand durchaus als recht schön bezeichnen. Je nach Stand von Ebbe und Flut ist er zwar etwas mehr oder weniger abfallend doch man kann ziemlich weit ins Meer hinauslaufen. Die Wellen sind relativ stark und machen wohl den meisten Leuten mit denen ich gesprochen habe, eher Spass als sonst was. Mitmenschen, die ohnehin schon Mühe haben, sich auf ihren zwei Beinen aufrecht zu bewegen, kann ich verstehen, dass sie den Strand als "schwierig" ansehen, doch dürften dafür auch andere Gründe mit verantwortlich sein...
Mein persönliches Fazit:
Ich bin kein Ayurveda-Kenner oder Gesundheitsfreak. Ich wollte es einfach mal kennen lernen und konnte in den zwei Wochen mindestens 10 meist sehr schöne Massagen geniessen, die ich mir in Europa mit Sicherheit in diesem Umfang schon mal nicht geleistet hätte. Wenn ich berücksichtige, was ich unter dem Strich für mein Geld erhalten habe, stimmt für mich das Preis-/Leistungsverhältnis schon noch. Allerdings wär's sicher noch etwas besser gewesen, wären auch die oben bemängelten Einschränkungen nicht gewesen.
Das Personal ist im Wesentlichen stets sehr freundlich und versucht wirklich, das Beste für die Gäste zu machen. Allerdings merkt man selbst als Hotelgast, dass es Querelen und Unruhe zwischen Management und Personal gibt, was meines Erachtens auch nicht sein dürfte.
Wenn die verschiedenen Punkte und Ungereimtheiten die in diesem und den vorherigen Beiträgen angesprochen wurden, beseitigt würden, könnte ich mir gut vorstellen, dem Life Ayurveda nochmals eine Chance zu geben. Es brächte nicht viel um einiges wesentlich zu verbessern, doch da das Haus nicht mehr unter Schweizer Management steht (was man üblicherweise darunter verstehen würde), sondern von einem Singhalesen geführt wird, der in Zürich lebt und vielleicht gar nicht mitbekommt, was lokal vor sich geht, hab ich in diesem Punkt so meine Bedenken.
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