Reiseroute.de » Bahnreisen » TGV: Paris -> Cote d´Azur

Mit dem TGV von Paris an die Cote d´Azur

Eine Bahnreise von Paris an die Cote d´Azur mit Schlusspunkt Nizza dauert zwar länger als fünf Stunden, doch der Komfort des TGV, Frankreichs Vorzeigezug, hält viele Vorzüge für Sie bereit, so dass diese fünf Stunden wie im Flug vergehen werden. Außerdem gibt es köstliche Gerichte aus der Bordküche und angenehme Möglichkeiten zum Schlafen gibt es auch.

Der TGV (Train a grande Vitesse)

Der franzoesische Schnellzug TGV

Der französische Schnellzug TGV

Der TGV ist Frankreichs Vorzeigezug, sowohl symbolisch als auch bautechnisch. Der Schnellzug, der bis zu 320 km/h Spitzengeschwindigkeit erreichen kann, ist seit dem Jahr 1981 im Dienst und wurde seitdem mehrmals modifiziert und modernisiert.

Er transportiert Jahr für Jahr dutzende Millionen Passagiere quer durch Frankreich und die Nachbarländer, auch Deutschland. 2013 waren es sogar 125 Millionen, bisheriger Jahresrekord. Das Streckennetz, das vom TGV insgesamt befahren wird, erstreckt sich über 2036 Kilometer.


↑nach oben

Von der “Stadt der Liebe” nach Lyon

Blick über Paris, die Stadt der Liebe mit dem Eiffelturm

Blick über Paris, die Stadt der Liebe mit dem Eiffelturm

Ausgangspunkt der Reise quer durch Frankreich an die Cote d´Azur ist Paris, Hauptstadt und Machtzentrum der “Fünften Republik”. Die 2,2 Millionen Metropole an der Seine ist eine der bekanntesten und von Touristen am meisten besuchten Städte der Welt.

Paris ist so reich an Sehenswürdigkeiten wie kaum eine andere Stadt der Welt. Wahrzeichen Nummer 1 ist der Eiffelturm mit seinen drei Plattformen in 40, 115 und 276 Metern Höhe. Das 1889 fertig gestellte Bauwerk ist ein Touristenmagnet und vor allem nachts zu empfehlen, wenn man einen grandiosen Ausblick über das Pariser Lichtermeer erhaschen kann.

Die Champs-Elysees ist eine der berühmtesten Prachtstraßen der Welt. Sie ist 70 Meter breit und zieht sich vom Place de la Concorde bis zum Arc de Triomphe. Der Boulevard ist ein wahres Shopping-Paradies mit unzähligen Luxus-Geschäften.

Der Arc de Triomphe befindet sich am Platz Charles-de-Gaulle und wurde 1836 in Betrieb gestellt, nachdem Napoleon schon 30 Jahre zuvor den Auftrag zum Bau gegeben hatte. Das 50 Meter hohe Monument ist von schmucken Figuren und Reliefs gesäumt, unter dem Bogen ist eine Gedenkstätte für die Gefallenen des 1.Weltkrieges.

Der Louvre ist Frankreichs bekanntestes Museum und das größte Museum der Welt. Auf über 60.000 Quadratmetern können die Besucher über 30.000 Ausstellungsgegenstände aus aller Welt bewundern.

Paris hat noch viele weitere Sehenswürdigkeiten wie Notre Dame oder Schloss Versailles etwas außerhalb der Stadt zu bieten.

Lyon bei Nacht - Notre Dame de Fourviere

Lyon bei Nacht – Notre Dame de Fourviere

Der TGV verlässt Paris und legt eine große Strecke durch Frankreichs abwechslungsreiche Natur zurück, bis er schließlich Halt macht in Lyon, Frankreichs drittgrößter Stadt, im Osten des Landes gelegen.

Die malerische Altstadt Lyons ist UNESCO-Weltkulturerbe. Lyon wurde von den Römern gegründet ist damit eine der ältesten Städte Westeuropas. Zeugnisse aus dieser Zeit sind z.B. das “Römische Theater”, das viele Touristen anlockt. Das famose Amphitheater beeindruckt auch 2000 Jahre später noch die Menschen. Es bot schon damals 3000 Menschen Platz, gigantisch für damalige Verhältnisse. Auch heute finden im antiken Theater wieder Konzerte und Theateraufführungen statt, vor allem im Sommer.

Die Basilika Notre-Dame de Fourviere liegt auf einer Anhöhe über der Stadt und wurde 1643 errichtet. Die mit weißem Sandstein erbaute Kirche glänzt mit einer aus Gold und Mosaiken verzierten Inneneinrichtung, die den gemeinen Besucher erstaunt.

↑nach oben

Über Avignon und Aix en Provence nach Marseille

Historische Burg in Avignon

Historische Burg in Avignon

Von Lyon geht es mit dem TGV nun weiter nach Süden Richtung Provence. Erster Anlaufpunkt in der traumhaften “Lavendel-Landschaft” ist das bekannte Avignon. Die alte Stadt aus Römerzeiten besticht durch zahlreiche alte Bauwerke aus antiken Zeiten und dem Mittelalter.

Avignon ist bekannt für seine uralte, aber gut erhaltene Stadtmauer. Sie ist noch immer fast intakt und mehr als vier Kilometer lang.
Avignon ist zudem Heimat etlicher wunderschöner Parks, wie dem “Garten des Doms”. Dieses gewaltige Park-Arsenal liegt auf dem höchsten Punkt der Stadt und ist dank seiner kleinen Seen, den malerischen Terrassen und dem tollen Ausblick über die Landschaft ein großer Anziehungspunkt für Einheimische und Besucher.

Weiter geht die Fahrt des TGV nach Aix-en-Provence, mitten hinein die Provence, das Land der duftenden Lavendelfelder.

Die Stadt ist laut einer jüngsten Umfrage genau der Ort, in dem die meisten Franzosen am liebsten leben würden.

Man fühlt sich in dieser malerischen Ortschaft zurückversetzt in Römer-Zeiten. Heiße Quellen, Architektur aus römischen Epochen, enge Gassen, Cafés und Plätze wie im alten Rom.

↑nach oben

Weiter nach Marseille und Toulon

Die Cathédrale de la Major in Marseille

Die Cathédrale de la Major in Marseille

Die Fahrt des TGV führt den Reisenden nun an die Mittelmeerküste nach Marseille, Frankreichs zweitgrößte Metropole mit knapp 900.000 Einwohnern. Die wichtige Hafenstadt wird auch als “Tor zur Welt” bezeichnet und zieht zahlreiche Tagestouristen an.

Auch in Marseille gibt es einen Arc de Triomphe, der auch als “kleiner Bruder von Paris” bezeichnet wird. Er ist kleiner, aber nicht minder sehenswert als Jener in Paris.

In Toulon lädt die faszinierende Altstadt mit ihren bunten Märkten zum Verweilen ein. Die alte Stadt an der Cote d´Azur hat etliche Museen, Plätze und Bauwerke im Angebot, etwa das Fort Saint Louis aus dem Mittelalter.

Desweiteren gibt es in Toulon tolle Parks wie den “Jardin Alexandre”, der mit Palmen, Zedern und Magnolien orientalisches Flair vermittelt.

↑nach oben

Cannes und Nizza – Die teuren Traumstädte an der Cote d´Azur

Strand von Nizza an der Cote d´Azur

Strand von Nizza an der Cote d´Azur

Der TGV fährt nun entlang der traumhaften Cote d´Azur Richtung Monaco und italienische Grenze. Die beiden letzten Orte der Fahrt liegen vor dem Reisenden. Erst geht es nach Cannes, der Stadt der berühmten Filmfestspiele, die hier alljährlich stattfinden. Cannes zählt knapp 70.000 Einwohner und unzählige reiche Zugezogene aus aller Welt mit Zweitwohnsitz.

Die Anzahl der Yachten im Hafen ist genau wie in Nizza und Monaco überwältigend und weltweit wohl einmalig. In Cannes gibt es prachtvolle Boulevardstraßen, sowohl in der Innenstadt als auch am Strand. Doch Cannes hat mehr zu bieten als märchenhaften Reichtum, denn in den nördlichen Sektionen der Stadt haben sich alte, oft denkmalgeschützte Straßenzüge erhalten, die an das Zeitalter erinnern, als Cannes noch ein weitgehend unbekannter Fischerort war.

Über Cannes fährt der TGV relativ gemächlich Richtung Nizza, dem Schlusspunkt der Reise. Genau wie in Cannes gibt es auch in Nizza eine endlose Reihe an Yachten im Hafen und zehntausende Reiche aus aller Welt mit teurem lokalem Wohnsitz. Nizza ist nur knapp 20 Kilometer von Monaco entfernt, dem legendären Fürstentum, dass trotz seiner winzigen Größe ein unabhängiger Staat ist und die Strecke von Nizza zur knapp 40 Kilometer entfernten Grenze zu Italien unterbricht.

In Nizza gibt es neben all den Luxushotels und Edelboutiquen auch etliche alte, sehenswerte Kirchen und Fachwerkhäuser zu besichtigen, vor allem im Stadtkern. Besuchen sollte der Reisende auch die Parks der Stadt, die typisch mediterran gestaltet sind. Neben Palmen und Magnolien gibt es auch in diesen Parks Zedern aus dem Orient. Am Bahnhof von Nizza, der Moderne und Gemütlichkeit vereinbart, endet die Reise mit dem TGV. Von Paris an die Mittelmeerküste ist es ein weiter Weg, doch die Reise lohnt sich, führt sie doch durch große und auch kleine Städte mit traumhafter Natur und zahlreichen Attraktionen.

↑nach oben

Beste Reisezeit für die Fahrt von Paris an die Cote d´Azur

Die TGV-Reise von Paris an die Mittelmeerküste wird tagtäglich angeboten, doch wer nicht geschäftlich unterwegs ist, sondern
die Städte und die Landschaft entlang der Route kennenlernen will, der sollte den Frühling und Sommer als Reisezeit auswählen, am besten zwischen Mai und September. Die Wahrscheinlichkeit, in diesen Monaten vor allem in der Provence und an der Cote d´Azur schönes Wetter genießen zu können, ist doch deutlich höher als im Herbst und Winter.

↑nach oben