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Mit dem Zug von Paris nach London

Wer eine Reise durch Westeuropa plant und wem dabei eine Kombination aus Frankreich und Großbritannien vorschwebt, der macht sich natürlich darüber Gedanken, wie er von A nach B kommt, in diesem Falle also von Frankreich über den Ärmelkanal ins Vereinigte Königreich. Denkbar ist ein Flug von Paris nach London, eine Autofahrt durch den Tunnel des Ärmelkanals, eine Überfahrt mit einem Hoovercraft-Luftkissenboot uvm., jedoch ist eine beliebte Möglichkeit auch die Überfahrt per Zug.


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Die Reiseplanungen beginnen, für die Reise nach London

In Frankreich startet die Zugreise

In Frankreich startet die Zugreise

Eine der schönsten und am meisten genutzten Reisevarianten setzt sich allerdings aus der Kombination Fähre-Zug zusammen.

Erst mit dem Zug von Frankreichs Hauptstadt Paris nach Calais an die Kanalküste, und dann weiter mit einer Fähre nach Dover. Von dort dann noch eine recht kurze Fahrt ins Herz des ehemaligen Empires, nach London.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Zugfahrt von Paris bis nach London, mit dem Eurostar.

Dieser biegt bei Calais in die „Unterwelt“ ab und fährt durch den Eurotunnel unterirdisch durch den Ärmelkanal. Der Eurotunnel war eines der teuersten Projekte im Nachkriegseuropa, doch die verkürzten Fahrtzeiten vom Kontinent auf die britische Insel haben sich mittlerweile ökonomisch mehr als gelohnt. In London angekommen gibt es die Möglichkeit, von der dortigen Endstation aus sofort weitere Anschlusszüge in alle Himmelsrichtungen des ehemaligen Empires zu nehmen. Ob nach Schottland im Norden, nach Wales im Westen oder ins malerische Cornwall im Südwesten.

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Von der „Stadt der Liebe“ nach Calais auf dem „LGV Nord“

Paris ist der Startpunkt der Reise mit dem Eurostar

Paris ist der Startpunkt der Reise mit dem Eurostar

Der „LGV Nord“ ist eine hochmoderne und gut ausgebaute Bahn-Schnellfahrstrecke von Paris nach Calais. Sie ist etwas mehr als 330 Kilometer lang und verbindet die französische Hauptstadt mit der belgischen Grenze und dem berühmten Eurotunnel. Die für Hochgeschwindigkeitszüge ausgelegte Strecke wurde im Jahr 1993 fertiggestellt und ist die dritte ihrer Art in Frankreich.

Die Höchstgeschwindigkeit auf der für 320 km/h ausgelegten Bahnstrecke liegt bei circa 300 km/h. Dadurch wird die Fahrtzeit durch die nördlichen Regionen Frankreichs, Belgiens und Großbritanniens ganz erheblich verkürzt. Im Norden führt die Strecke weiter über den Eurotunnel bis weiter nach London. Eine weitere Strecke zweigt nach Belgien ab, wo der „HSL1“ den Anschlusszug nach Brüssel bildet.

Die sehr moderne Hochgeschwindigkeitstrasse ist für die flache Strecke durch den Norden Frankreichs und Belgien wie dafür geschaffen, mit hohem Tempo bis zur Atlantikküste zu rauschen.

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Der Streckenverlauf auf dem „LGV Nord“

Die Züge auf dem LGV Nord durchfahren gleich fünf verschiedene Departements im Norden des alten Gallien. Es handelt sich um Oise, Somme, Pas-de-Calais und Nord. Durch das Verzweigungsdreieck bei Vemars ist es möglich geworden, Züge direkt von Brüssel oder London bis nach Paris durchfahren zu lassen.

Nach dem Durchqueren eines langen großen Waldstückes trifft die LGV Nord beim Ort Chevriere auf die bekannte Autobahn A1, welcher die Zugstrecke auf einer Länge von 130 Kilometern folgt.

Nördlich des sogenannten „Dreiecks von Fretin“ geht die Fahrt weiter in den Großraum Lille, eine der größten Städte im Norden Frankreichs. Bei der Kleinstadt Cassel ermöglicht eine Anschlussstrecke die Weiterreise nach Dünkirchen, an der Atlantikküste gelegen. Die Bahnstrecke LGV Nord endet südwestlich von Calais, vor dem Portal des Eurotunnels.
Das weiterführende Projekt namens LFV Picardie möchte langfristig auch die Region um Amiens mit in den Streckenplan aufnehmen, denn nach dem Schließen dieses Nadelöhrs würde sich die Fahrtzeit von Paris nach London auf weniger als zwei Stunden verkürzen.

Die Regierungen Frankreichs und Großbritanniens wollen das Projekt gemeinsam finanzieren, denn schließlich versprechen sich beide Länder durch die kürzeren Fahrtzeiten erhebliche wirtschaftliche Vorteile. „Zeit ist Geld“, gerade in der modernen schnelllebigen und globalisierten Welt, so auch die gängige Meinung in London und Paris.

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Der Eurostar – Von Paris nach London in unter zwei Stunden

Mit den Eurostar-Zügen durch den Eurotunnel

Mit den Eurostar-Zügen durch den Eurotunnel

Der Eurostar ist ein moderner Hochgeschwindigkeitszug, welcher die Städte Paris, Lille und Brüssel mit der britischen Hauptstadt London verbindet. Der Eurostar fährt von Paris über Calais schließlich unterirdisch durch den Ärmelkanal, bevor er in Großbritannien wieder an der Oberfläche auftaucht.

Die Station St. Pancras International ist die Endstation des Eurostars in London. Das Glanzwerk moderner Baukunst vereinbart zum einen Architektur aus viktorianischen Zeiten des 19. Jahrhunderts als auch moderne Ingenieurskunst. So finden die Zugreisenden im Eurostar z.B. die längste Champagner-bar in ganz Europa, zudem einen Bauernmarkt mit immer während frischen Waren. Auch Bars sind im Eurostar fast überall präsent.

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Die Fahrtzeiten des Eurostars

An jedem Tag der Woche pendeln gleich mehrere Eurostar-Verbindungen zwischen Paris, Brüssel, Lille, Calais und London hin und her. Von Paris aus fährt der Eurostar immer zwischen 6:45 Uhr und 21:15 Uhr, die Fahrtzeit beträgt knapp zweieinhalb Stunden.

Genauere und aktualisierte Informationen zu den Fahrtzeiten erhalten Sie auf der Webseite von Eurostar.

Die Fahrpreise des Eurostars

Die gewöhnlichen Rückfahrtickets für die Strecken London-Paris, London-Brüssel, London-Lille und London – Calais liegen bei rund 60 Pfund, wobei es immer wieder gewisse Sonderkonditionen und Einschränkungen geben kann. Darüber hinaus ist es möglich, dass gewisse Tickets nicht erstattungsfähig sind oder dass die Reisezeit auf ein Wochenende fallen muss.

Da Eurostar ein sehr vielschichtiges Angebot an Tickets und Fahrpreisen anbietet, sollte auch hier im Einzelfall die Website von Eurostar besucht werden.

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Anbindung der Eurostar-Züge in Großbritannien

Der

Der St. Pancrase Bahnhof in London

Die Endstation des Eurostar „St. Pancras International“ befindet sich inmitten von London im Stadtteil „King’s Cross“. Die Verkehrsverbindungen mit Bus, Bahn und zahlreichen U-Bahn-Linien sind ausgezeichnet. Züge der Railway-Gesellschaft „East Midland Trains“ verbinden den Norden Englands und Schottland von St. Pancras International aus.

Die Eisenbahngesellschaft „First Capital Connect“ bietet Verbindungen in die Orte Albans, Bedford, Luton und in den ganzen Süden Englands an.

Information über Bahnstationen, Fahrpläne, Routen, Preise etc. erhalten Sie auf der Website der „National Railway Enquiries“.

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Mit der Fähre von Calais nach Dover

Blick vom Meer auf Calais

Blick vom Meer auf Calais

Das Reisen zwischen Calais und Dover ist leicht und kurz. Denn tagtäglich verkehren zahlreiche Fähren zwischen den Küsten Frankreichs und Englands.

Die Fähren sind allesamt modern ausgestattet und aufgrund ihrer strengen Sicherheitsvorschriften auch als sicher einzustufen. Es gibt Restaurants, Bars, bequeme Tische und Bänke für die knapp 90-minütige Überfahrt über den Ärmelkanal.

Die Abfahrtszeiten verlaufen sowohl in Calais als auch in Dover im 2-Stunden-Takt, was zu geringen Wartezeiten führt.

In der Zeit vom 1. November bis zum 30. April läuft die sogenannte „Nebensaison“, in welcher die Preise meist etwas billiger sind als in der Hauptsaison im Sommer.

Auch Autos, Kleinbusse, Wohnmobile, Motorräder, Anhänger und Tiere können auf die Fähren mitgenommen werden. Hierfür werden jedoch Zuschläge verlangt. Die Eincheckzeit beträgt 45 Minuten vor jeder Abfahrt.

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Calais – Das „Ende von Kontinentaleuropa“

Die berühmten Kreidefelsen von Dover an der englischen Küste

Die berühmten Kreidefelsen von Dover an der englischen Küste

Die Stadt Calais liegt an der Atlantikküste im Norden Frankreichs und stellt die kürzeste Verbindung nach England dar.

Calais ist nur 34 Kilometer von Dover entfernt, bei schönem Wetter kann man sogar die berühmten Kreidefelsen von Dover erkennen.

Calais hat einen der wichtigsten Häfen in Frankreich und ist zugleich oder auch deswegen Touristenhochburg.

Calais ist eine Stadt aus Altertum und Moderne, ein Mix, der sich gerade im Stadtkern offenbart. Hier finden sich sogar noch Wälle aus der Römerzeit.

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Dover und der Kreidefelsen

Dover liegt im Südosten Großbritanniens und ist nur 34 Kilometer von der französischen Küste entfernt. Die in der Römerzeit entstandene Stadt ist für ihre weißen Kreidefelsen berühmt, die jährlich zahlreiche Touristen anlocken.

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Die Straße von Dover

Das Dover Castle ragt über der Stadt

Das Dover Castle ragt über der Stadt

Die Straße von Dover ist die Strecke von Calais nach Dover und umgekehrt, sie ist 33 Kilometer lang und bildet damit die kürzeste Entfernung zwischen Frankreich und England.

Das strategisch unglaublich wichtige Nadelöhr liegt an einer der am meisten frequentierten Schifffahrtsrouten der ganzen Welt.

Täglich passieren hunderte Schiffe die Straße von Dover von Nord nach Süd oder von Süd nach Nord, um Waren aus aller Welt in verschiedene europäische Häfen zu transportieren oder um Waren aus Europa auf andere Kontinente zu verschiffen.

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Die beste Reisezeit für eine Zugfahrt von Paris nach London

Die Fähre von Calais nach Dover

Die Fähre von Calais nach Dover

Fahrten von Paris nach London, inklusive Fähre, sind ganz-jährlich möglich. Bei Herbst- und Winterstürmen können die Überfahrten mit der Fähre teils unangenehm werden, als sicher gelten sie dennoch, wurde doch in jüngster Zeit immer wieder massiv in die Sicherheit der Fähren investiert. Im Frühling und Sommer mag die Überfahrt mehr Spaß bereiten, doch das liegt wohl im Auge des Betrachters.

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